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AG Köln zu der Verpflichtung des Mieters zum ausreichendem Beheizen und Lüften eines Badezimmers… » Mietrecht - Rechtsanwalt aus Köln berät im Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht

AG Köln zu der Verpflichtung des Mieters zum ausreichendem Beheizen und Lüften eines Badezimmers…

Info vom 25.Okt 2011 in Mangelbeseitigung, Mietminderung

Die Kläger sind Mieter einer Wohnung des Beklagten in Köln. Nach einer Wärmedämmsanierung haben sich unter anderem an den seitlichen Rändern des Badezimmerfensters sowie den Silikonabdichtungen und Fugen der Duschkabine Schimmel und Feuchtigkeit gebildet. Die Kläger nehmen den Beklagten unter anderem auf Beseitigung der Feuchtigkeits- und Schimmelschäden im Bad in Anspruch.

Der vom Gericht bestellte Sachverständige konnte keine Baumängel als Ursache für die Feuchtigkeits- und Schimmelbildung im Bad feststellen. Ein falsches Heiz- oder Lüftungsverhalten der Kläger konnte er während der von ihm durchgeführten, dreiwöchigen Messungen ebenfalls nicht feststellen. Jedoch würden Art, Lage und Ausmaß der Mängel aus seiner Sicht ein falsches Nutzerverhalten in der Vergangenheit indizieren. Insoweit machte der Sachverständige im Rahmen der mündlichen Erläuterung seines Gutachtens Ausführungen dazu, wie eine ordnungsgemäße Beheizung und Belüftung des Badezimmers – insbesondere nach dem Duschvorgang – auszusehen hat, damit eine Schimmelbildung vermieden werden kann.

 

Das Amtsgericht Köln hat die Klage hinsichtlich der Mängel im Badezimmer abgewiesen.

 

Zur Begründung hat das Gericht ausgeführt, dass bei Ausschluss eines baulichen Mangels aufgrund der konkreten Mangelsymptome auf ein Fehlverhalten der Mieter in der Vergangenheit geschlossen werden kann, auch wenn eine aktuelle Untersuchung kein falsches Nutzerverhalten belegen kann. Ein ausreichendes Beheizen und ein täglich einmaliges sowie zusätzlich anlassbezogenes Lüften (etwa nach dem Duschen) als auch ein gewisses Maß an Trocknung von Fliesen und Wänden der Dusche, etwa mittels eines Abziehers, kann vom Mieter auch dann verlangt werden, wenn der Vermieter nicht ausdrücklich darauf hingewiesen hat. Denn die Tatsache, dass dauerhaft in Kippstellung geöffnete Fenster – insbesondere bei winterlichen Außentemperaturen – einen Schimmelbefall nicht vorbeugen, sonder Vorschub leisten, dürfte heute ebenso bekannt sein wie die Tatsache, dass zur Vermeidung von Schimmelbefall jedenfalls einmal täglich stoßgelüftet werden soll.

 

Da der Mangel allein durch die Kläger verursacht worden ist, war die Klage insoweit abzuweisen.

 

 

[Quelle: AG Köln, Urteil vom 26.08.2011 – 221 C 341/10]


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